21. April 2017 | Autor: Norbert Rech

Blieskastel soll noch schöner strahlen

Einweihung des neuen Luitpoldplatzes am 30. April: Rundbänke unter Linden und Außengastronomie.


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Die Barockstadt Blieskastel soll noch schöner werden. So ist derzeit eines der größten Projekte die Umgestaltung des Luitpoldplatzes. Auch wenn es derzeit noch nicht danach aussieht, soll der Platz bereits am 30. April der Öffentlichkeit freigegeben werden. „Die Einladungen für die Feier sind bereits verschickt“, berichtet Ortsvorsteher Hans-Jürgen Trautmann, der dabei verschmitzt lächelt. Auch die mit der Gestaltung beauftragte Firma habe einen solchen Brief erhalten und müsse sich deshalb besonders ins Zeug legen, um den zugesicherten Termin auch einhalten zu können.

Auf dem Platz sind auf beiden Seiten jeweils eine Freifläche von je hundert Quadratmetern vorgesehen. Rechts mit Blick in die Von-der-Leyen-Straße wird es künftig 15 Parkplätze geben. Um beide Linden werden Rundbänke zum Verweilen einladen. Ein Gastronomiebetrieb, der sich an der Maßnahme finanziell beteiligt, wird im linken Bereich eine Bestuhlung vornehmen, und rechts unter der Linde werden für Kinder Spielgeräte aufgebaut. Neben der Gestaltung des Luitpoldplatzes wird in der Von-der-Leyen-Straße das Pflaster saniert. Dabei wird der Unterbau nachreguliert und das Pflaster neu in Beton versetzt, sowie die Entwässerungsrinnen neu verfugt. Die Gesamtkosten der Umgestaltung des Luitpoldplatzes betragen 66 000 Euro. Der Eigenanteil der Stadt betrage 22 000 Euro. Der Ortsrat Mitte beschloss aus seinem Budget 13 500 Euro zur Verfügung zu stellen, zusätzlich 8200 Euro für die Sanierung der Linde.

Trautmann nennt einen weiteren politischen Schwerpunkt: die Erstellung eines neuen Verkehrskonzeptes für die Blieskasteler Altstadt. Mit der bisherigen Regelung hätten vor allem Fremde ihre Schwierigkeiten. Im nächsten Jahr soll auch die Verlegung der L 113 – die Bahnhofstraße – auf den alten Bahndamm beginnen. Diese Verlegung sehe auch einen direkten Anschluss der „neuen“ Bahnhofstraße an den Kreisverkehrsplatz vor.

Insgesamt habe sich Blieskastel bereits in den letzten Jahren gut entwickelt. Als Beispiele nennt Trautmann die Einfahrt in die Stadt über die neue Brücke, die beiden Verkehrskreisel, den Dolmusch und den neuen Busbahnhof. Die Blumenpracht, die über die warmen Monate zu bewundern sei, sei nicht nur für die vielen Besucher der Barockstadt ein Blickfang. Für die Pflanzen stelle der Ortsrat einen großen Teil seines Budgets zur Verfügung. Dankbar ist der Ortsvorsteher den freiwilligen Patenschaften für die Pflege der Blumen. Das zeuge von einem riesigen „Wir-Gefühl“.

Stolz ist Trautmann auf die Touristen, die den Weg nach Blieskastel finden. Gerade mit Blick auf den Fremdenverkehr sei es wichtig, die barocke Altstadt noch schöner zu gestalten. Eine der schönsten Plätze ist der am Schlangen- oder Napoléonsbrunnen. Dort wurde nach der Besetzung des linksrheinischen Gebietes durch die Französischen Revolutionstruppen zum Ruhme Napoléon I. von begeisterten einheimischen Bürgern ein Obelisk gesetzt, der über drei Brunnenschalen steht.

Sehenswert sind vor allem die Reste des alten Schlosses mit der barocken Kirche, den Hofratshäusern und der Orangerie. Letztere wurde 1982 bis 1986 restauriert und wird heute für Vorträge, Ausstellungen und Konzerte verwendet. Positiv bewertet der Ortsvorsteher auch die Internetseite der Stadt, die kürzlich modernisiert wurde. Öffentliches W-Lan, was in der heutigen Zeit eine immer größere Rolle spiele, gebe es seit kurzem ebenfalls. Eine App sei in Planung. Auch in Sachen Festhalle hofft er, dass sich in den nächsten Monaten etwas tut. Hier könnte ein Biosphärenhaus mit Standort in Blieskastel eine große Rolle spielen. In Blieskastel gebe es etliche Veranstaltungen, wie beispielsweise das Festival Euroclassic.

Seit April 2012 ist Blieskastel Mitglied von Cittaslow, einer 1999 in Italien gegründeten weltweiten Vereinigung von Städten, die sich einem gesunden, genussvollem Essen aus heimischen Produkten, der nachhaltigen Stärkung der regionalen Kultur, der Gastfreundschaft, einer sanften und menschlichen Entwicklung der Infrastruktur, dem Erhalt der Landschaft und dem aktiven Umweltschutz verschrieben haben.