Rieschweiler-Mühlbach | 20. Februar 2017

Ermittler: Brand mit zwei Toten war Selbstmord



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(red) Die Ermittlungen zum Brand des Wohnhauses am 31. März in Rieschweiler-Mühlbach und zum Tod eines 33-Jährigen und eines 77-Jährigen (wir berichteten) sind abgeschlossen. Nach dem Ergebnis der Ermittlungen geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass sich der 33-Jährige mit einer Schusswaffe selbst getötet hat, nachdem er unmittelbar zuvor vorsätzlich das Haus in Brand gesetzt hatte. Als mittelbare Folge der durch den Brand des Hauses erlittenen Verletzungen war ein 77-Jähriger im Krankenhaus verstorben, nachdem er zunächst durch die Feuerwehr aus dem brennenden Haus gerettet wurde.

Die Ergebnisse der rechtsmedizinischen Obduktion sowie der kriminaltechnischen Untersuchungen (insbesondere Schmauch- und DNA-Spuren) sprechen nach Angaben der Staatsanwaltschaft Zweibrücken für eine Selbsttötung des 33-Jährigen. Der tödliche Schuss wurde nach dem ballistischen Sachverständigengutachten aus der neben dem Verstorbenen aufgefundenen Schusswaffe abgegeben. Bei persönlichen Gegenständen, die dem verstorbenen 33-Jährigen zuzuordnen sind, fand die Polizei Munition, die der verwendeten Munition entspricht. Das Feuer brach in unmittelbarem Zusammenhang mit der Selbsttötung aus. Nach dem Ergebnis des Brandsachverständigengutachtens entstand der Brand durch Brandlegung in der im Erdgeschoss liegenden Wohnung des Hauses, die von dem verstorbenen 33-Jährigen bewohnt war. Eine technische Ursache für den Brand ist auszuschließen.

Die Ermittlungsergebnisse passen „widerspruchsfrei“, so die Staatsanwaltschaft, zur Theorie des Suizides unmittelbar nach der Brandstiftung. Die Ermittlungen ergaben keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden an dem Tod des 33-Jährigen. Angaben zu möglichen Motiven oder Hintergründen machte die Staatsanwaltschaft nicht. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes, wie es hieß.