Hengstbach | 28. November 2015 | Autor: Peter Fromann

Turbulentes Jubiläumsjahr endet

Am 29. Dezember endet das Jubiläumsjahr des Gemischten Chores Hengstbach. 90 Jahre besteht der Verein, auch er hat mit einem Mangel an sängerischem Nachwuchs zu kämpfen.


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„Mit unserem großen Jubiläumskonzert im September zum 90-jährigen Bestehen des Chors in der Mittelbacher Turnhalle war ich sehr zufrieden“, sagt Vorsitzender Winfried Schwarz, „das Freundschaftssingen mit sieben Chören zeigte doch, wie hoch Chorgesang von Männern, wie von Gemischten Chören ganz allgemein, geschätzt wird“. Das Konzert im Oktober sei dagegen weniger gut besucht gewesen, obwohl es inhaltlich viel geboten hätte. Natürlich mangele es an neuen Mitgliedern, vor allem die Generation der 40- und 50-Jährigen verschließe sich dem Gesang. So verwirrend es klinge, aber die Auflösung verschiedener Chöre in letzter Zeit, des Volkschors in Niederauerbach oder des Mittelbacher Chors zum Beispiel, beinhalte auch positive Aspekte: Es biete sich die Chance, dass sich einige dieser jetzt ungebundenen Mitglieder anderen Chören anschlössen. „So haben wir in der Tat zwei Sänger aus Mittelbach und eine Sängerin aus Niederauerbach hinzugewinnen können. Es wäre doch auch sehr traurig, wenn es irgendwann keinen Gesangverein in Mittelbach/Hengstbach mehr geben würde.“

Aber mit dem Jubiläumsjahr sei er im Großen und Ganzen zufrieden. Der Chor sei noch ausreichend gut besetzt. Jetzt beim Adventskonzert in der Kirche Mittelbach, das das Jubiläumsjahr musikalisch abschließt, könnten sich die Musikfreunde ein Bild davon machen. Die Chorleiterinnen Christine Gölzer und Astrid Berger seien sehr engagiert und motivierten die Sängerinnen und Sänger zu schönen Leistungen. Im Mittelpunkt des Adventskonzertes jetzt am Sonntag, 1. Advent, um 17 Uhr stehe die Kantate „Wie soll ich Dich empfangen“ des fränkischen Komponisten Reiner Gaar aus dem Jahr 2000. Ein Bläserensemble der Stadtkapelle wird mitwirken, Benedikt Schwarz an der Orgel und der Gemischte Chor Hengstbach. Umrahmt wird das Konzert von weiteren Chor- und Instrumentalbeiträgen. „Nach vielen düsteren und eintönigen Tagen im November beginnt nun eine Zeit, die von Licht erhellt wird – die Adventszeit“, betont der Chorleiter. „Dieses Licht wollen wir mit in die Zukunft nehmen.“ Im Gründungsjahr 1925 war der Chor der erste Verein in Hengstbach, jetzt steuert er allmählich auf die 100 zu. „Tradition verpflichtet, wir sind optimistisch“, ist zu hören.