Hengstbach | 01. Mai 2017 | Autor: Peter Fromann

91. Blütenfest in Hengstbach

Am Sonntag schien die Sonne, am Montag gab es Regen. Das wechselhafte Wetter nahmen die Teilnehmer gelassen.


Anzeige

Wetter ist immer das, was man daraus macht. Man kann sich über Regen ärgern oder ihn gelassen hinnehmen. Der, der es gelassen nimmt, hat es in mancherlei Hinsicht einfacher. Etwa, wenn es ums Feiern geht.

So war es denn auch am Montag in Hengstbach beinahe wie am Sonntag: Der Festplatz, in schönster hügeliger Landschaft gelegen, platzte aus allen Nähten. Und das, obwohl es am Montag ordentlich regnete – während tags zuvor noch die Sonne gestrahlt hatte.

„Es ist unser 91. Blütenfest“, sagt Winfried Schwarz, Vorsitzender des Gemischten Chors, der schon seit ewigen Zeiten das Hengstbacher Blütenfest (mit) arrangiert. Schwarz ist schon über 40 Jahre dabei, immer im Vorstand und die meiste Zeit Vorsitzender. Seit einigen Jahren ist der Förderverein für Kultur und Dorfgemeinschaftshaus der Ausrichter, mit dabei natürlich der Gemischte Chor, die ehemaligen Straußbuben und weitere engagierte Bürger des Ortes. Essen und Trinken gab es in Hülle und Fülle, zu gutbürgerlichen Preisen und reichlich. „Man“ trifft sich auf so seinem Fest, zumal man sich den ganzen Winter nicht so richtig getroffen hat, höchstens mal in einer gemütlichen Kneipe, nicht aber in freier Natur auf hohem Feierniveau. Am Sonntag mit dabei waren auch drei junge Männer, die mit frisch frisiertem Hund Leo, einer Mischung aus Senner und Labrador, zu Fuß aus Ixheim anmarschiert sind, einer aus Homburg stückwegs mit dem Auto. „Wir feiern heute den 1. Mai, denn morgen soll es ja regnen“, sagten Pascal Müller und Alexander Renz bestens gelaunt.

Vor dem Rückweg zu Fuß war ihnen keinesfalls bange: „Notfalls holen uns unsere Frauen mit dem Auto ab“, erklärten sie. Ringsum vom Festplatz war wirklich lyrischste Landschaft gruppiert, nichts als duftende grüne Wiesen, lieblich gehügelt, die reinste Romantik.

Da würde das Herz lachen, wenn es lachen könnte. Inmitten der Wiese spielen neun Kinder Szenen auf einem Reiterhof, „Ponys sind ja so süß“. Lian (4 Jahre) und Smilla (3 Jahre) sagen ganz stolz: „Die Ponys sind wir.“