Zweibrücken | 21. April 2017

Pflege meist durch Angehörige

Studie zeigt: In Zweibrücken kümmern sich in erster Linie Verwandte um Betroffene.


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(red) Die meisten Pflegebedürftigen in Zweibrücken werden durch ihre Angehörigen versorgt. Das zeigt der Pflegereport der Barmer, den die Universität Bremen erstellt hat. Demnach lassen sich 34,4 Prozent der Pflegebedürftigen durch ihre Angehörigen versorgen und 33,4 Prozent stationär. 32,1 Prozent entfallen auf die Versorgung durch ambulante Pflegedienste. Das teilte die Barmer am Freitag mit.

Hansjörg Lambrix, Regionalgeschäftsführer der Barmer, erklärt in der Pressemitteilung: „Bei den Menschen in Zweibrücken hat die stationäre Pflege und die Pflege durch Angehörige offensichtlich einen hohen Stellenwert.“ Beeinflusst werde die Form der Pflege zudem von der Einkommenshöhe der Pflegebedürftigen und davon, wie gut familiäre Netzwerke Pflege zuhause bewältigen können oder überhaupt wollen. Bei geringem Einkommen würden die privaten Zuzahlungen die Wahrscheinlichkeit mindern, dass ein Pflegebedürftiger im Heim gepflegt wird.

Auffallend sei, dass der Anteil der Pflegebedürftigen an der Gesamtbevölkerung in Zweibrücken zwischen 2011 und 2015 gestiegen ist. „Zählten die Statistiker 2011 noch 1,51 Prozent Pflegebedürftige an der gesamten Bevölkerung der Stadt, waren es nur vier Jahre später schon 1,61 Prozent“, heißt es. „Die Pflegekassen sind vor allem als Impulsgeber für gute Ideen gefordert“, betont Lambrix.