Zweibrücken | 26. August 2016 | Autor: Fritz Schäfer

Auf altem Raiffeisen-Gelände wird wieder gebaggert

Mit einiger Verzögerung haben jetzt Arbeiten auf dem alten Raiffeisen-Gelände an der Zweibrücker Luitpoldstraße begonnen. Dort wird innerhalb der nächsten Wochen belasteter Boden ausgetauscht.


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Wieder stehen Bagger und Lkws auf dem früheren Raiffeisen-Gelände an der Luitpoldstraße. Bereits Ende 2012/Anfang 2013 bestimmten Bagger das Bild, als die Markt- und Lagergebäude abgerissen wurden. Doch das reichte nicht. Im Bereich des ehemaligen Düngerlagers wurden bei Bodenuntersuchungen Schadstoff-Belastungen mit Düngemittelnährstoffen wie Chlorid, Ammonium oder Nitrat festgestellt (wir berichteten).

Ein Ingenieurbüro hat einen Sanierungsplan erstellt, der einen vollständigen Bodenaustausch des Belastungsbereichs vorsieht. Auf Basis dieses Plans hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion in Neustadt eine Sanierungsanordnung erlassen, der in den nächsten Wochen umgesetzt werden soll. Die Arbeiten haben begonnen (wir berichteten bereits am Freitag kurz). Der Beginn war eigentlich für das Frühjahr geplant. Doch nach Angaben der SGD habe sich der Beginn verzögert. Raiffeisen habe die vielen Regenfälle im Frühjahr als Grund genannt. Dadurch sei der Boden „stark durchfeuchtet“, gibt die SGD die Begründung weiter.

Nach Auskunft der SGD sollen die Arbeiten mehrere Wochen dauern. Was jedoch auch witterungsabhängig sei. Der Sanierungserfolg soll durch eine Grundwasseruntersuchung überprüft werden, teilt die SGD auf Anfrage des Merkur mit. Drei Jahre wird ein „Grundwassermonitoring“ durchgeführt. „Die Untersuchungen schränken die Vermarktung nicht ein“, sagt Nora Schweikert von der Pressestelle der SGD. „Die Vermarktung kann parallel erfolgen.“

„Es gibt Interessenten für das Gelände. Aber dabei ist noch nichts in trockenen Tüchern“, sagt Anne Kraft. Dabei verweist die Leiterin der Stabsstelle Wirtschaftsförderung der Stadt auf die gerade begonnenen Sanierungsarbeiten. „Da muss erst noch was getan werden.“

Einen großen Teil des Wildwuchses haben die Bauarbeiter bereits beseitigt. In den gut dreieinhalb Jahren seit dem Abriss der Gebäude haben Sträucher, Gräser und Bäume die Brachfläche erobert. Zwischen dem Gestrüpp haben Zeitgenossen auch Müll und Unrat abgelagert.

Die Mitarbeiter der Baufirma haben aber nicht nur die Sträucher beseitigt. Sie haben bereits begonnen, weitere Betonteile und Erde auszuheben. Das Material wird dann fachgemäß entsorgt.