Zweibrücken | 18. Mai 2017 | Autor: Eric Kolling

Klinikbrand: Ermittler befragen Zeugen



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Die Ermittlungen zur Brandursache im Zweibrücker Nardini-Klinikum dauern an. Als Nächstes werden Zeugen befragt, teilte Martin Sema von der Pirmasenser Kriminalpolizei auf Anfrage mit. Das Krankenhaus übermittle dafür eine Liste mit Mitarbeitern, die generell Zugang zu dem in Brand geratenen Material- und Wäschelager hatten. Die Wäsche sei in kurzen Zeitabständen in den Raum rein- und rausgefahren worden.

Auf der Liste stehen auch Leute, die sich zuletzt in dem Raum befunden hatten, so Sema. Da sowohl eine technische Ursache oder ein Elektrodefekt schon weitgehend ausgeschlossen wurden, kommt nun eine Fahrlässigkeit oder auch Brandstiftung als Ursache infrage. Allerdings hätten die Kripobeamten bei ihren Untersuchungen keine Hinweise darauf gefunden, dass in dem Raum gezielt Feuer gelegt worden sei, so Sema.

Man ermittle in alle Richtungen. Es werde wohl einige Wochen dauern, ehe man der Brandursache auf die Schliche gekommen ist, schätzt Sema. Eine kolportierte Schadenssumme von mindestens 500 000 Euro bestätigte er nicht. Er sprach von einem „immensen“ Schaden, der entstanden sei – auch durch Wasser- und Rußschäden. Kliniksprecher Thomas Frank sagte, eine Spezialfirma sei weiter mit Reinigungsarbeiten beschäftigt. Frank: „Das ist aufwendiger als zunächst gedacht.“ Voraussichtlich heute soll der zerstörte Bereich wieder freigegeben werden.