Zweibrücken | 17. Mai 2017 | Autor: Volker Baumann,Fritz Schäfer

1818 Unterschriften gegen Windräder

Initiativen-Sprecher: Dörrenbachwald soll nicht einem kurzfristigen Zeitgeist wie der Windkraft zum Opfer fallen.


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Die Bürgerinitiative „Pro Dörrenbachwald“ ist gestern Nachmittag mit einer 15-köpfigen Abordnung bei Oberbürgerbürgermeister Kurt Pirmann (SPD) erschienen. Sie übergab vor dem Zweibrücker Rathaus eine Unterschriftensammlung gegen geplante Windkraftanlagen.

Manfred Dörner aus Hengstbach, Sprecher der Initiative, betonte noch einmal den Wert für Mensch und Tier, den das Naherholungsgebiet rund um Hengstbach habe und dessen Erhaltung allen Beteiligten am Herzen liege. Die ganz besondere Fauna und Flora der kleinen Region mit außergewöhnlichen Pflanzen und Tieren, unter anderem auch Eulen und Milane, solle nicht einem kurzfristigen Zeitgeist wie der Windkraft zum Opfer fallen. In Zukunft setzte man darauf vielleicht gar nicht mehr, aber das Naturreservat sei zerstört.

1818 Unterschriften seien zusammengekommen und beim Oberbürgermeister bestimmt in guten Händen. Man setzte nicht auf Konfrontation, sondern wolle nur zur Beachtung der Argumente bewegen. Windräder sollten dort aufgestellt werden, wo keine Wälder weichen müssen.

Kurt Pirmann dankte der Initiative für die Übergabe der Unterschriftensammlung und dem damit verbundenen Gedanken, Fauna und Flora erhalten zu wollen. Er selbst sei natürlich zur Neutralität verpflichtet und an Recht und Gesetz gebunden. Es sei, nicht nur in diesem Fall, eine eingehende Prüfung notwendig. Ein „Windteppich“ werde über das Gebiet gelegt und die sogenannte „Windhöffigkeit“ untersucht. Alle Kriterien würden selbstverständlich in der Analyse berücksichtigt. Mit den Worten „Was Kurt Pirmann denkt und was der Oberbürgermeister zu vertreten hat, muss nicht unbedingt übereinstimmen“ beendete das Stadtoberhaupt das Treffen.

Pirmann informierte die Stadtratsmitglieder anschließend, dass die Bürgerinitiative ihm die Unterschriften überreicht habe. Inhaltlich könne er keine Aussagen machen, sagte er. Er versprach den Mitgliedern der Bürgerinitiative, dass man in Kontakt bleibe.