Zweibrücken | 25. August 2016 | Autor: Fritz Schäfer

Energie erzeugen und speichern

Ab Oktober bieten die Zweibrücker Stadtwerke ein Paket „daheim Solar“ an. Privatleute werden dabei unterstützt, ihren Strom selbst zu erzeugen, zu speichern und auch zu verbrauchen.


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Die Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaikanlagen sinkt. In der Folge werden die Anlagen wirtschaftlich uninteressant. „Der Eigenverbrauch in Verbindung mit Stromspeichern ist eine interessante Alternative“, sagt der Energieberater der Stadtwerke, Rainer Ringeisen. Die Stadtwerke bieten ab Oktober ein Paket „daheim Solar“ mit Beratung und Planung, Finanzierung, Montage und Service an.

„Damit können Besitzer eines Einfamilienhauses einen Autarkiegrad von bis zu 65 Prozent erreichen“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Werner Brennemann. Er beruft sich dabei auf eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme. „Dadurch machen sich die Erzeuger unabhängiger von steigenden Strompreisen und sie können sicher sein, dass sie überwiegend umweltschonenden Strom verbrauchen.“ Denn der restliche Strom besteht zu 100 Prozent aus Wasserkraft zu denselben Bedingungen wie der Plustarif der Stadtwerke.

„Wir stärken auch die Region“, betont Brennemann. Die Partner bei der Finanzierung und der Montage kommen aus der Region. Die Beratung im Auftrag der Stadtwerke übernimmt die Firma Eness aus München. „Mit dem Produkt wollen wir die Energiewende mit unseren Kunden fortsetzen“, erklärt Brennemann. Dabei erinnerte er an die elf Photovoltaikanlagen der Stadtwerke, drei davon Bürgersolaranlagen.

Mit „hochwertigen Modulen“ wird Strom erzeugt und direkt im Haus verbraucht. Überschüsse werden in „hochwertigen“ Speichern gelagert und bei Bedarf für den Eigenverbrauch verwendet, erläutert Ringeisen das Modell. Durch die sinkenden Preise der Speicher bei gleichzeitig ausgereifterer Technik könnten die Betreiber von Solar-Anlagen viel mehr selbst erzeugten Strom auch selbst verbrauchen. Es muss weniger Strom dazu gekauft werden, was sich im Geldbeutel bemerkbar macht.

Die Pakete werden den Bedürfnissen der Kunden angepasst: vom kleinen Zwei-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 1900 bis 3500 Kilowattstunden im Jahr über den Vier-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 4800 bis 6200 Kilowattstunden bis zum Großhaushalt mit einem Verbrauch bis zu 7600 Kilowattstunden. Jeder Kunde werde individuell beraten, sagt Brennemann.

Nach seiner Einschätzung werden in einigen Jahren Stromspeicher selbstverständlich in einem Haus zu finden sein. Ringeisen weist darauf hin, dass ein Speicherzubau zu einer vorhandenen Anlage zurzeit nicht möglich ist. „Nur das Komplettpaket zu einer Pauschale.“ Wie das Einsteigerpaket für den Kleinhaushalt für 14 199 Euro. Brennemann macht auch auf die Fördermöglichkeiten aufmerksam.

daheim-solar.

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