Zweibrücken | 19. Dezember 2016 | Autor: red

VHS-Leiter Ertel verlässt Zweibrücken in Richtung Bayern



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Helmut Ertel wird am 1. April die Leitung der Zweibrücker Volkshochschule (VHS) abgeben. Es zieht ihn nach Bayern, genauer gesagt nach Vater stetten, östlich von München gelegen. Der promovierte Pädagoge wird dort ebenfalls Leiter der Volkshochschule.

„Es sind einmal private Gründe, die zum Ortswechsel führen. Ich sehe dort auch eine berufliche Herausforderung an einer größeren VHS“, sagt Ertel laut Mitteilung der Zweibrücker Stadtverwaltung. Für ihn sei das eine „einmalige Gelegenheit“, die private Verbindung zu Bayern und den Beruf zu vereinen. Die Familie seiner Frau komme aus dem Landkreis Ebersberg, und Bayern sei ihm zur zweiten Heimat geworden. Die Chance habe sich kurzfristig ergeben. Der gebürtige Pirmasenser hat auch an der Bundeswehrhochschule in München studiert.

Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen. Er werte die Jahre in der Rosenstadt als erfolgreiche Zeit. Im August 2009 hat er die Stelle als VHS-Geschäftsführer angetreten, nachdem die Bildungseinrichtung eineinhalb Jahre ohne Leitung war. Ertel hat nach eignen Angaben Konsolidierungsarbeit leisten müssen. Zu dieser Zeit seien auch die ersten Integrationskurse gestartet. Schwerpunkte habe er beispielsweise bei den Sprachen und der EDV gelegt und auch spezielle Angebote für die Wirtschaft der Region erarbeitet. „Das Programmangebot ist in den vergangenen Jahren stark verbreitert und die Qualität gesteigert worden“, so Ertel. Möglich gemacht worden sei das durch ein gutes Team und qualifizierte Dozenten.

In diesen Jahren sei die Volkshochschule auch in der Stadt stärker verankert worden. Die Einrichtung habe verstärkt mit Schulen, Vereinen mit sozialer Verantwortung und den Bürgern kooperiert. Ertel sei stets darauf bedacht gewesen, die finanziellen Vorgaben des Stadtrats zu erfüllen. Die Stadt finanziere rund zehn Prozent des VHS-Etats 90 Prozent würden über sonstige Zuschüsse und Einnahmen erwirtschaftet. Das seien bei jährlich rund 6000 Besuchern und 12 000 Weiterbildungsstunden keine schlechten Zahlen.