Mauschbach | 19. April 2017 | Autor: Norbert Schwarz

Was dem Mauschbacher Nachwuchs im Ort wichtig ist

Der Dorfnachwuchs äußert seine Wünsche. Ein Matschspielplatz steht besonders hoch im Kurs.


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Das Thema Dorferneuerung wird in Mauschbach groß geschrieben – und auch der Nachwuchs ist mit im Boot, wie Bürgermeister Bernhard Krippleben erklärt. Beim Rundgang gestern bewahrheitete sich das eindrucksvoll.

„Dorferneuerung, könnt Ihr Euch darunter etwas vorstellen?“ Dorfplaner Hans-Jürgen Wolf vom gleichnamigen Planungsbüro in Kaiserslautern saß mit Krippleben im kleinen Sitzungszimmer des Dorfgemeinschaftshauses und richtete diese Frage an meist Neun- und Zehnjährige, mit ihren sieben Jahren meldete sich auch Nesthäkchen Charlotte zu Wort. An ihren Redebeiträgen war ablesbar, dass daheim im Familienkreis über die Dorferneuerung gesprochen wurde.

Und weil man sich im Dorfgemeinschaftshaus befand, vor dessen Tür der Schulbus Station macht, zielten die ersten Wortbeiträge auch prompt darauf ab. So monierte die zehnjährige Gina, dass viele Verkehrsteilnehmer sich nicht verkehrsgerecht verhalten, wenn morgens die Schüler in den Bus einsteigen, der auf der Straße hält und sich dadurch meist eine lange Autoschlange bildet. Mehr Rücksichtnahme ist ihre Forderung und die Einrichtungen im Haus selbst würden sie auch gern nutzen. Dass die Gemeindebücherei im Obergeschoss des Hauses wieder zur Buchausleihe geöffnet wird, regen die Kinder an und wollen für sich ebenso die Möglichkeit, wie die Erwachsenen Tischtennis zu spielen.

Und sei es nur für die Wintermonate. Auch ein Kicker- und Dartspiel wäre in ihrem Sinne, lassen die Youngster des Ortes durchblicken. Sich auch noch auf dem idyllischen Spielplatz bei der Grillhütte umzuschauen, das finden alle ganz toll und als das Gespräch auf die jüngste Baumpflanzaktion zusteuert, muss das Gemeindeoberhaupt Krippleben gleich einen energischen Vorwurf der kessen Gina hinnehmen. Sie moniert, dass sie keinen Baum pflanzen durfte, für eine gleichaltrige Schulfreundin sehr wohl aber einer oben stehe. Erst wehrte Krippleben ab und meinte, das könne nicht sein, musste aber dann einräumen, dass er 2006 für diese Aktion noch nicht zuständig gewesen sei.

Vorgebeugt in weiser Voraussicht. Denn auf dem Spielplatz umringte die Kinderschar das Bäumchen der „Freundin“, die tatsächlich als 2006-Geborene eines bekommen hatte, die Gina aber nicht. Da habe es bereits vor Jahren im Dorf Ärger gegeben, wusste der Beigeordnete Dieter Neufang zu berichten. Alle waren der Meinung, dass nicht mit zweierlei Maß gemessen werden sollte. Dafür sprudelte es an gehaltvollen Beiträgen, wie der idyllisch gelegene Bereich im Herzen des Orts mit Bolz-und Spielplatz noch attraktiver gestaltet werden kann. Etwa kleine Planierungen an den Hängen, damit im Winter besser gerodelt werden kann.

Das Fehlen von Bänken wurde moniert und der Hinweis von Krippleben, dass die Gemeinderäte schon mal das Aufstellen großer Ruheliegen in Erwägung gezogen haben, mit einem lautstarken „oh, das wär geil“ honoriert. Charlotte wünschte sich für die Kleineren einen Sandkasten, ein Kletterturm wäre der Gipfel und als das Gespräch auf einen möglichen „Matschspielplatz“ kam, waren alle aus dem Häuschen. Apropos Häuschen: Mit breitem Grinsen zeigten die Kinder den Erwachsenen, wie sie sich im Grün um den Bolzplatz schon ein „Baumhaus“ gebaut haben. Wenn daraus mehr werden könnten, wäre das ganz in ihrem Sinn.