Mauschbach | 10. April 2017 | Autor: Marco Wille

Sechs Bäume für die Neugeborenen von Mauschbach



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Nora, Amelie, Lena, Lara, Sophie und Noah – so heißen die sechs Kinder, die 2016 in Mauschbach zur Welt kamen. Wie es seit 2007 in der Ortsgemeinde nahe der französischen Grenze bereits Tradition ist, so wurde auch am Samstagnachmittag für jedes Neugeborene ein Obstbaum auf dem Grundstück rund um die Grillhütte gepflanzt.

Bereits 24 Bäume stehen auf dem Areal am Ortsrand, zu denen nun Zwetschgen, Mirabellen und Beeren dazu kamen, die wieder von der Gemeinde eingekauft und kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. Ortsbürgermeister Bernhard Krippleben freute sich über die rege Anteilnahme, nicht nur durch die Kinder mit ihren Eltern, sondern auch durch Großeltern, Paten und Menschen aus dem Dorf. Einen Hinweis richtete Krippleben an die Eltern: „Wir bieten jedes zweite Jahr einen Schnittkurs für die Bäume an, ich bitte euch, diesen mitzumachen und euch auch das ganze Jahr über um die Bäume zu kümmern. Wir von der Gemeinde haben anderweitig noch genug zu tun.“

Zwei Einsätze der Jugendfeuerwehr hat es im vergangenen Sommer gegeben, um die heiße Trockenperiode der Sommermonate zu überbrücken. Dies soll aber nur für den Notfall in der Dürrezeit die Ausnahme bleiben, ansonsten sollen sich Eltern um ihre Bäume selbst kümmern, damit die Tradition auch weitergeführt werden kann. „Alle Familien, die bisher einen Baum bekommen haben, wohnen auch noch in Mauschbach“, sagte sich Krippleben.

Nachdem die neuen Obstbäume eingegraben und mit Wasser versorgt waren, ging es auf den nur einen Steinwurf von der Einpflanzstelle entfernten Grillplatz, um dort den Nachmittag weiter zu verbringen.

Bereits am Vormittag war man in Mauschbach mit einer Delegation von 13 Personen des Ortes gestartet, um sich einen Überblick in der grünen Lunge, vom Neuaufforstungsgebiet Inslerbrunn und am Rehköpfchen zu verschaffen. Einmal ging es um die 2003 angepflanzten Qualitätsbäume (Ahorn und Kirsche), die zum Nachhaltigkeitskonzept der Mauschbacher Gemeinde gehören, sowie um den Holzeinschlag. Beratend begleitet wurden die Mauschbacher dabei von Revierförster Daniel Roland.

Krippleben berichtete von einer schönen Stammentwicklung. Allerdings könne man erst in etwa 60 Jahren von einem Qualitätssegment sprechen. Der Revierförster wird sich in naher Zukunft um die Durchforstung des neuen Jungwaldes kümmern, um Licht in der Aufwuchsphase zu schaffen. Den Mauschbacher Bürgern möchte man auch in diesem Jahr wieder 220 bis 280 Ster Brennholz aus dem circa 26 Hektar großen Gemeindewald anbieten.