14. April 2017

Nur eine Momentaufnahme



Anzeige

Der Trend scheint kein Genosse mehr zu sein. Die „Schulzomanie“ ist offenbar weitgehend verraucht. Das legen jedenfalls die Daten des jüngsten ARD-Deutschlandtrends nahe. Demnach liegt Angela Merkel in der Wählergunst wieder vor ihrem Herausforderer von der SPD. Und was heißt das für die kommende Bundestagswahl? Noch gar nichts. Wer schon früh so weit nach oben geschossen war, kann eigentlich nur verlieren. Zumindest bis auf weiteres. Das muss Martin Schulz spätestens nach der verpatzten Saarland-Wahl klar geworden sein. Aber aus SPD-Sicht naht auch Hoffnung: In Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen wird im Mai neu gewählt. Danach bleiben aber immer noch 19 Wochen Zeit bis zum Urnengang im Bund. Und da kann viel passieren. Was etwa, wenn sich außenpolitische Krisen zuspitzen? Eine erfahrene Außenpolitikerin wie Angela Merkel hätte hier wohl einen Standortvorteil. In der Krise sehnen sich die meisten Menschen nach Vertrautem.