Bliesmengen/Homburg | 20. April 2017 | Autor: Markus Hagen

Quartett träumt noch vom Aufstieg

Verbandsliga Nord-Ost: Merchweiler erwartet im Verfolgerduell Bliesmengen-Bolchen. Spitzenreiter FCH II hat Ballweiler zu Gast.


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Fünf Spieltage vor Saisonende herrscht an der Tabellenspitze der Verbandsliga Nord-Ost Spannung pur. Gleich vier Teams kämpfen noch um den Aufstieg. Der FC Homburg II liegt weiterhin nur einen Punkt auf Platz eins – bei einem Spiel weniger als Verfolger SV Bliesmengen-Bolchen . Der Tabellenzweite hat aktuell zwei Punkte Vorsprung auf den Dritten SV Merchweiler. Zwei Zähler dahinter liegt auch die SG Thalexweiler-Aschbach noch aussichtsreich im Rennen um den Relegationsplatz zur Saarlandliga auf Rang vier.

Unter diesem Aspekt kommt der Toppartie am Sonntagnachmittag (15 Uhr) zwischen Merchweiler und Bliesmengen-Bolchen eine ganz wichtige Rolle zu. Die Bliestäler mit Coach Patrick Bähr stehen nach der Spitzenpartie an Ostermontag (2:2 im Heimspiel gegen den Tabellenführer FC Homburg II) vor der nächsten großen Herausforderung. Bähr war mit dem Remis in Homburg einverstanden. „Der FCH hatte spielerische Vorteile, die wir aber durch läuferischen und kämpferischen Einsatz ausgeglichen haben.“ Mit einem Zähler wäre er auch am Sonntag beim Dritten SV Merchweiler einverstanden, weil man dann zumindest den Zwei-Punkte-Vorsprung auf den SVM halten könnte. „Ich denke, wir sind ganz gut gerüstet“, erklärt Bähr, wenn er auch weiterhin personelle Sorgen hat. So wird Kevin Bickelmann wegen einer am Ostermontag erlittenen Knieverletzung ausfallen. Bährs Ausblick für die Partie am Sonntag um 15 Uhr in Merchweiler: „Auch diesmal sind wir Außenseiter, aber nicht chancenlos.“ Immerhin seit 15 Spielen ist der SV Bliesmengen-Bolchen ungeschlagen und diese Serie soll halten.

Ein weiteres Spitzenspiel findet schon am Samstag auf dem Jahnplatz in Homburg statt. Dann empfängt der Tabellenerste FC Homburg II um 15.30 Uhr den Ligafünften SG DJK Ballweiler-Wecklingen/SV Wolfersheim. FCH-Trainer Andreas Sorg wusste nach dem 2:2 in Bliesmengen nicht so recht, ob er mit dem Unentschieden zufrieden sein sollte. „Zum einen ist es ärgerlich, dass wir nach der 2:1-Führung nicht nachlegt haben, aber mit dem Unentschieden kann ich leben.“ Der Blick geht auf das nächste Spiel gegen die nach zuletzt drei Siegen in Folge wieder erstarkte Spielgemeinschaft aus dem Bliestal. Sorgs Vorgabe: ein Dreier. Personell plagen ihn einige Probleme. Leon Böhnlein, Max Leyes und Jonas Fischbach fallen weiterhin verletzt aus. Dazu sind Christopher Bugay und Milahd Mansoori gesperrt. Constantin Leinhos und Tobias Zöllner befinden sich erst im Aufbautraining. Ob die Regionalligakaderspieler Tom Schmitt und Andre Kilian, die heute in Worms zum Einsatz kommen könnten, zur Verfügung stehen, ist daher offen. „Ballweiler hat sich mit zuletzt drei Siegen wieder stabilisiert“, rechnet Sorg am Samstag mit einem heißen Kampf um die Punkte.

Davon geht auch Ballweilers Spielertrainer Marco Meyer aus. Nach dem 4:1-Sieg zuletzt über Palatia Limbach wolle man auch in Homburg alles versuchen, um dem Spitzenreiter ein Bein stellen zu können. Allerdings seien die Homburger als Tabellenführer klarer Favorit. Seiner Elf traut er dennoch eine Überraschung zu, obwohl man ebenfalls einige Ausfälle verkraften muss. So stehen Matthias Baumann (Urlaub) und die verletzten Christian Schmidt, Patrick Götz und Daniel Rebmann weiter nicht zur Verfügung. „Unser Lazarett lichtet sich. Das hat sich in den letzten drei Partien schon bemerkbar gemacht“, hofft Meyer auf etwas Zählbares.

Nur in der ersten Halbzeit hatte der FC Palatia Limbach in Ballweiler mitgehalten. Limbach führte zum Seitenwechsel mit 1:0, verlor aber dann mit 1:4. Die Niederlage gehe in Ordnung, meint Palatia-Trainer Alexander Ogorodnik. Nun sollte man sich aber steigern, um am Sonntag auf eigenem Platz gegen den Vierten SG Thalexweiler-Aschbach bestehen zu können. Die Favoritenrolle liege beim Tabellenvierten, der gewinnen müsse, um weiterhin ein Wort um die Spitzenplätze mitsprechen zu können. Seine Palatia könne dagegen ohne Druck aufspielen.