Homburg | 19. April 2017

„Langfristig wollen wir in die Oberliga”

Thomas Zellmer, Spielertrainer der HWE Homburg, hat mit dem Aufsteiger in die Saarlandliga noch einiges vor.


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Zwei Spieltage vor Saisonende in der Handball-Verbandsliga Saar steht die HWE Homburg/Waldmohr/Erbach nicht nur an der Tabellenspitze, sondern längst als Aufsteiger zur Saarlandliga fest. Für Spielertrainer Thomas Zellmer ist das allerdings nur ein Etappenziel. In den nächsten Jahren soll es weiter nach oben gehen, langfristig möchte man sich mit der HWE in der RPS-Oberliga etablieren.

Herr Zellmer, mit welchen Zielen waren Sie mit der HWE in die Runde gestartet?

Thomas Zellmer: Als ich vor dieser Saison vom SV 64 Zweibrücken zur HWE kam, hatten wir ein gemeinsames Ziel. Wir wollten einen der ersten beiden Plätze in der Verbandsliga einnehmen, um in der Saison 2017/18 in der Saarlandliga spielen zu können.

Durch Sie als Spielertrainer und Abteilungsleiter Jörg Ecker wurden viele ehemalige Spieler der HWE zur Spielgemeinschaft zurückgeholt. War das auch ein Grund, weshalb die HWE so erfolgreich spielt?

Zellmer: Eindeutig ja. Michael Mathieu, Philipp Daume, Leo Frisch und Daniel Thum kannten ja das Umfeld sehr gut, weil sie schon früher bei uns gespielten haben. Im November und Dezember kamen dann Daniel Sorg und Christian Boscolo zur HWE zurück. Nach einem kleinen Fehlstart wurden wir immer stärker und haben uns diesen Aufstieg verdient.

Warum war der Saisonstart so holprig?

Zellmer: In den ersten drei Spielen haben wir zweimal verloren, weil unser neuer Kader noch nicht richtig eingespielt war. Inzwischen sind wir seit 18 Partien ungeschlagen, 17 davon haben wir für uns entschieden.

Die bevorstehende Meisterschaft wäre damit hoch verdient?

Zellmer: Ich denke, dass wir auch das letzte Punktspiel (am 29. April bei Tabellenzehnten HC St. Johann, Anm. d. Red.) gewinnen werden und damit auch verdient Meister werden. Meine Mannschaft stellt die beste Abwehr und hat den besten Angriff. Die HWE lebt von ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit.

Den einen überragenden Spieler, das „Zugpferd“ sozusagen, gibt es nicht?

Zellmer: Klare Antwort: nein. Ich habe einen ausgeglichen starken und guten Kader.

Wie sind die Aussichten für die kommende Saison in der Saarlandliga. Wird es Veränderungen im Kader geben?

Zellmer: Meine Mannschaft bleibt zusammen. Erfreulich ist, dass Spieler wie Hendrik Schmidt aber auch die Nachwuchsspieler aus der eigenen A-Jugend wie Roman Kolepp, Nick Omlor, Jonas Mayer und Janosh Kessler sich weiter nach oben gearbeitet haben. Sicher ist aber auch, dass wir noch die eine oder andere Verstärkung holen werden.

Mit welcher Zielsetzung gehen Sie mit Ihrer Mannschaft im Herbst in die neue Runde?

Zellmer: Wir wollen auf jeden Fall eine gute Rolle als Aufsteiger spielen. In den Kampf um die Aufstiegsränge werden wir wohl noch nicht angreifen können. Ich wäre mit Platz fünf oder sechs nach der Rückkehr in die Saarlandliga durchaus zufrieden.

Aber langfristig wird die RPS-Oberliga angestrebt?

Zellmer: In der Saarlandliga wollen wir auf längere Sicht nicht bleiben. Wir werden alles versuchen, um in vielleicht zwei oder drei Jahren in der Oberliga spielen zu können.

Das Interview führte Markus Hagen