Homburg | 20. April 2017 | Autor: Stefan Holzhauser

EM-Silber für Nadja Stuchlik

Die Homburger Karatekämpferin feiert in Maastricht den Erfolg mit der Mannschaft.


Anzeige

Nadja Stuchlik vom Karate-Verein Shotokan Homburg hat bei der Shotokan-Karate-Europameisterschaft in Maastricht (Niederlande) mit der deutschen Nationalmannschaft im Kumite hinter England die Silbermedaille geholt. „Wir waren mit insgesamt 24 Sportlern, vier Betreuern und drei Kampfrichtern vor Ort. Meine Vorbereitung auf dieses Großereignis hatte zu Jahresbeginn gestartet“, sagt Stuchlik. Am Wochenende trainierte sie im deutschen Leistungszentrum Bottrop, hinzu kamen viele Einheiten in Homburg.

Die Vorbereitung auf die EM wurde durch eine im Februar erlittene Bänderüberdehnung beeinträchtigt. „Daraufhin mussten wir das Training neu ausrichten und umstrukturieren. Dabei kam mir besonders die intensive Zusammenarbeit mit den Experten von Saarpfalz-Athletik zugute“, berichtet die Homburgerin und ergänzt: „So konnte ich bereits eine Woche nach der Verletzung beim Gichin-Cup in Prag eine sehr gute Leistung abrufen. Die Vorbereitung auf die EM lief also dennoch weiter nach Plan, war aber dieses Mal gefühlt noch intensiver als zuvor.“

In den Niederlanden musste die Saarländerin zunächst im Einzel ran. Stuchlik trat in der ersten Runde gegen die starke Serbin Aleksandra Dordevic an und zog im Freikampf den Kürzeren. „Klar, sie war sehr gut. Ich musste mir aber auch eingestehen, dass ich noch nicht ganz bei der Sache war und mein Kampfgeist noch geweckt werden musste“, sagte Stuchlik zu ihrem frühen Ausscheiden im Einzel.

Dennoch war sie in der Mannschaft genau wie Michaela Rein gesetzt, während sich Bianca Walsleben und Caroline Sieger abwechseln mussten. Außer Deutschland traten noch die Nationalmannschaften von Italien, Ungarn, Frankreich und England an. Im Halbfinale gegen Ungarn brachte Rein gegen Emese Berta (2:0) Deutschland in Führung. Anschließend bezwang auch die Homburgerin Livia Rancz mit 2:0. Walsleben verlor zwar ihren Kampf, aber dennoch standen die Deutschen gegen England im Finale. Sieger musste sich dabei Roisin Campell mit 0:2 beugen. Rein glich anschließend aus. „Leider konnte ich dem Druck, unbedingt gewinnen zu müssen, nicht standhalten, und musste mich Jana Sersnova mit 0:2 geschlagen geben“, berichtete Stuchlik.

Sie zog ein zweigeteiltes Fazit der EM: „Die Vorbereitung verlief sehr positiv, so dass ich daraus viel für die Zukunft mitnehmen kann. Bei der EM selbst war ich dann insgesamt mit meiner Leistung nicht zufrieden. Dennoch schaue ich positiv voraus.“ So will die Saarländerin am Samstag, 20. Mai, bei der deutschen Meisterschaft in Bochum überzeugen. Vom 18. bis 20. August folgt dann in Irland die Weltmeisterschaft. Und am Samstag, 11. November, steht mit dem JKA-Cup in Bottrop der letzte Höhepunkt des Jahres an.

www.shotokan-homburg.de