Berlin | 17. April 2017

Der FCK hofft auf den Betzenberg

Nach dem 1:3 bei Union Berlin braucht der 1. FC Kaiserslautern einen Heimerfolg am Freitag gegen 1860 München, um nicht abgehängt zu werden.


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(dpa/red) Für den 1. FC Kaiserslautern wird der Kampf um den Klassenverbleib in der 2. Fußball-Bundesliga immer bedrohlicher. „Auch wenn wir gewonnen hätten, wäre es noch eng geblieben, weil wir noch vier Spiele gegen direkte Konkurrenten haben“, meinte FCK-Profi Tim Heubach nach dem 1:3 (0:1) am Sonntag bei Union Berlin. „Wir müssen an die Leistung aus dem letzten Heimspiel anknüpfen und dann wieder Vollgas geben.“

Die Pfälzer, die die elfte Saisonniederlage im 29. Spiel kassierten und wie drei weitere Clubs mit 32 Punkten tief in der Abstiegszone stehen, haben am Freitag 1860 München zu Gast. „Gegen 60 wird es ein Sechspunkte-Spiel“, sagte Abwehrspieler Heubach. Auch die restlichen Lauterer Gegner bis zum Saisonende spielen fast alle gegen den Abstieg: Karlsruhe, St. Pauli, Aue und Nürnberg.

Am Sonntag in Berlin trafen vor 21 379 Zuschauern Damir Kreilach (14. Minute) sowie kurz vor Spielschluss Sebastian Polter (85.) und Philipp Hosiner (88.) für den Aufstiegsaspiranten aus der Hauptstadt. Den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte Marcel Gaus (68.).

Dass die Berliner in der Endphase mit einem „Doppelpack“ die Gäste noch als Verlierer nach Hause schickten, ist für Heubach auch der Klasse der Berliner geschuldet gewesen. „Union hat so viel Druck gemacht, dass zwangsläufig noch einer reingerutscht ist“, sagte er.

Ähnlich sah es sein Trainer. „Der Sieg ist aufgrund des Mehr an Torchancen auf jeden Fall verdient“, befand Norbert Meier. „Wir haben nicht gut begonnen, so dass Union zu wirklich guten Chancen kam, folgerichtig fiel das 1:0.“ Später sei das Spiel offener gewesen, der Ausgleich sei dennoch „fast aus dem Nichts“ gefallen. Gaus zog von links nach innen an zwei Union-Spielern vorbei zog und mit rechts ab. Der Aufsetzer rauschte aus 16 Metern, von Torwart Daniel Mesenhöler noch leicht berührt, flach ins linke Eck „Das dürfen wir aber nicht als Geschenk mitnehmen, sondern dann musst du die Chancen, die du auf dem Tablett bekommst, auch nutzen“, meinte Meier. Das sah auch Torschütze Gaus so: „Wenn es kurz vor Schluss 1:1 steht, muss man es eigentlich über die Zeit bringen.“

Ob Osayamen Osawe am Freitag für den FCK auf dem Platz stehen kann, steht noch nicht fest. Der Engländer musste in Berlin Mitte der ersten Hälfte verletzt ausgewechselt werden. „Es ist etwas am Bandapparat in der Schulter“, berichtete Norbert Meier.