Kaiserslautern | 14. April 2017

Kaiserslautern will bei Union nachlegen

Noch immer stehen die Lauterer nur zwei Zähler vor dem Relegationsplatz, drei sind es auf den ersten Abstiegsrang. Am Sonntag geht es für den Zweit ligisten nach Berlin.


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(dpa/red) Im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga steht der 1. FC Kaiserslautern vor dem Auswärtsspiel bei Union Berlin an diesem Sonntag (13.30 Uhr) weiter unter Zugzwang. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt trotz des 2:0-Erfolges über Greuther Fürth am vergangenen Spieltag nur zwei Punkte. Nachdem die Berliner zuletzt selbst schwächelten, stehen auch sie im Aufstiegsrennen unter Druck. „Wir dürfen jetzt aber nicht meinen, dass sie in einer Krise sind. Es wird ein schweres Auswärtsspiel. Wir haben aber keinen Grund, ängstlich zu sein“, sagte FCK-Coach Norbert Meier am Donnerstag.

Seit sieben Pflichtspielen sind die Pfälzer gegen den Tabellenvierten unbesiegt. Damit sich diese Serie fortsetzt, wollen sie auf den Leistungen der vergangenen Partien aufbauen. „Wir haben in den letzten Spielen gezeigt, dass wir bereit sind, 90 Minuten Gas zu geben und als Team aufzutreten. Da müssen wir weitermachen“, fordert Meier von seinem Team.

Weil nach dem Duell gegen Union bis Saisonende nur noch Spiele gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf auf die Lauterer warten, gilt es jetzt, die Grundlage für den Saisonendspurt zu schaffen. „Wir müssen schauen, dass wir uns eine Ausgangsituation erarbeiten, bei der wir in den nächsten Spielen die Dinge weiter selbst in der Hand haben“, sagte Sportdirektor Uwe Stöver.

Nach der Partie an der Alten Försterei folgen die Partien gegen 1860 München, Karlsruher SC, FC St. Pauli und Erzgebirge Aue. „Ob das ein Vorteil ist, wird man erst nach den Spielen sehen“, wagt Innenverteidiger Tim Heubach keine Prognose. Fakt ist, dass „wir alles selbst entscheiden können. Wenn wir unser Spiel durchsetzen, dann werden wir die notwendigen Punkte auch einsammeln“, gibt sich der der Abwehrspieler optimistisch.

Daniel Halfar muss wohl weiter pausieren und kommt für Berlin noch nicht in Frage. „Er hat muskuläre Probleme, so dass ich persönlich nicht glaube, dass wir in der Lage sind, ihn einzusetzen“, sagt Norbert Meier, schloss einen Einsatz des FCK-Kapitäns damit aber nicht komplett aus. Auf Defensivallrounder Patrick Ziegler kann der Cheftrainer der Roten Teufel dagegen wieder bauen. Der Mittelfeldmann kehrte ins Mannschaftstraining zurück und ist somit eine Option für den Kader.

Wer Halfar vertreten könnte, verrät der Trainer nicht. Allerdings ließ er durchblicken, dass „eigentlich nichts dagegen“ spräche, mit der siegreichen Startelf aus dem Fürth-Spiel zu beginnen. Das würde heißen: Im seit der Länderspielpause bevorzugten 3-5-2-System könnte Sebastian Kerk die halb-linke Mittelfeldposition von Halfar einnehmen. „Er hat gute Szenen gehabt, aber er ist natürlich ein Spieler, der auf anderen Positionen zu Hause ist“, sagt Meier über Kerk und lässt sich ein Hintertürchen offen: „Wir haben ja noch ein paar Tage Zeit. In drei Tagen kann so viel passieren.“