Saarbrücken | 18. Mai 2017 | Autor: Silvia Buss

Möbel Martin will in Saarbrücken 50 Millionen investieren

Im Frühjahr 2019 soll das neue Ausstellungsgebäude seine Türen öffnen. Komplex mit 30 000 Quadratmetern auf Gelände des Großmarkts am Osthafen.


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Um ein Drittel größer als das Gebäude am Standort Ensdorf soll es werden – das neue Möbelhaus von Möbel Martin, das das Saarbrücker Unternehmen bald auf dem Gelände des Großmarkts am Osthafen errichten will. Baubeginn soll voraussichtlich im Frühjahr 2018 sein. Die Eröffnung soll genau ein Jahr später, im Frühjahr 2019 folgen.

50 Millionen Euro will das Unternehmen investieren. Das gab Matthias Engel, der von Möbel Martin betraute Projektentwickler, bei einer Pressekonferenz im Saarbrücker Rathaus bekannt.

Zu den Daten, die Kunden besonders interessieren: Im Neubau wird man künftig auf 30 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, verteilt auf vier Etagen, bummeln können. Hinzu kommt ein 3000 Quadratmeter großes Lager, zu dem auch ein Hochlager gehört, aus dem man Möbel gleich mitnehmen kann.

Im Erdgeschoss wird es außerdem eine Gastronomie mit Außenterrasse geben. Das Obergeschoss erhält eine große Dachterrasse und soll laut Engel auch für Veranstaltungen genutzt werden. Zwischen dem Bau und der Saar sollen zudem 630 Parkplätze für die Kunden bereitstehen. Man gehe davon aus, dass nicht alle Kunden mit dem Pkw kämen, sondern einige auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie der Saarbahn, deren Haltestelle am Römerkastell gleich in der Nähe liege, erklärte Engel. Thomas Müller vom Berliner Architekturbüro Müller Reimann stellte das Bauvorhaben aus architektonischer Sicht vor. Möbel Martin hatte – was bei Investoren nicht selbstverständlich ist – deutschlandweit zu einem Architektenwettbewerb eingeladen, aus dem Müller als Sieger hervorgegangen ist. Man sei sicher, mit Müller & Reimann ein renommiertes Büro ausgewählt zu haben, unterstrich Engel und wies auf wichtige Projekte dieses Büros hin – darunter den Erweiterungsbau für das Auswärtige Amt, den das Büro bereits realisiert hat, und ein 40-Stockwerke-Hochaus in der Frankfurter Taunuslage, das derzeit noch gebaut wird.

Um das weitgehend fensterlose Möbelhaus interessant zu gestalten, hat Müller es deshalb in eine vorgehängte Hülle aus gefalteten Aluminiumplatten, Fachbegriff: Alucobond, gekleidet. Sie würden die wechselnden Lichtstimmungen des Himmels reflektieren und brechen und ließen sich nachts zusätzlich mit farbigem Licht bespielen, erklärte Müller dazu. Im Inneren des Verkaufstrakts hat er außerdem großen Lichthof eingeplant.

Zunächst muss das Vorhaben von Möbel Martin in seiner aktuellen Planung jedoch ein Raumordnungs- und ein Bebauungsplan-Verfahren durchlaufen, bevor das Unternehmen einen Bauantrag stellen und mit der Ausführung beginnen kann. Noch im Juni soll im Rahmen des Bebauungsplan-Verfahrens laut Stadt eine Bürgerbeteiligung beginnen, im November soll das Projekt vom Stadtrat beschlossen und anschließend offengelegt werden.