Stuttgart/Wolfsburg | 17. Mai 2017 | Autor: Agentur

Behörde ermittelt gegen VW-Chef Matthias Müller



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Die juristische Aufarbeitung des Volkswagen-Diesel-Skandals hat nun auch Konzernchef Matthias Müller erreicht. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt wegen des Verdachts der Marktmanipulation gegen Müller. Geklärt werden soll, ob die Anleger rechtzeitig über die Folgen der Affäre informiert worden sind. Die Anklagebehörde spricht von einem „Anfangsverdacht“. Es geht dabei um Müllers Tätigkeit für die Porsche-Dachgesellschaft und VW-Hauptaktionärin Porsche SE. Dort sitzt der Manager seit 2010 im Vorstand. Auch gegen VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch sowie Müllers Vorgänger an der VW-Spitze, Martin Winterkorn, leiteten die Ermittler Untersuchungen ein. Es bestehe „der Anfangsverdacht“, dass die Manager den Anlegern die finanziellen Konsequenzen der VW-Dieselaffäre für die Porsche SE „bewusst verspätet mitgeteilt“ hätten.